Eisenbahn
Am 21.12.1871 beginnt mit dem Halt des ersten Zuges das Eisenbahnzeitalter in Könitz: Die Strecke Gera - Saalfeld - Eichicht der Königlich Preußischen Staatseisenbahn ist fertiggestellt.
Über viele Jahre war der Bahnhof Könitz ein Dorfbahnhof wie viele andere, mit einem Güterschuppen, einer Laderampe, einem Anschlussgleis für ein örtliches Sägewerk und zwei Hauptgleisen. Dies änderte sich gründlich 1963 / 64, als der Bahnhof Könitz als Verladebahnhof für den Großtagebau Kamsdorf erweitert wurde.
Nach der “Wende” 1989 / 90 ging der Gütertransport auf der Schiene in der ehemaligen DDR dramatisch zurück. Gegen den Trend von Streckenschließungen und den Rückbau von Bahnanlagen für den Gütertransport konnte sich der Bahnhof Könitz nicht nur behaupten: Das Stahlwerk in Unterwellenborn verwirklichte einen Plan aus DDR - Zeiten und baute ein Verbindungsgleis zum Bahnhof Könitz. Seitdem wird über unseren Bahnhof der gesamte schienengebundene Verkehr des Stahlwerks abgewickelt.
Das Bahnhofsgebäude hingegen wird von der Deutschen Bahn AG schon seit Jahren nicht mehr benötigt. Seit August 1996 wird das Gebäude vom Könitzer Jugendclub “Lummerland” genutzt. Nicht bei jedem ehemaligen Könitzer Eisenbahner stieß dies auf Verständnis.